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Autor: Sigrid Wanke

Großes Erntefest auf dem Gemüsefeld

Großes Erntefest auf dem Gemüsefeld

Zu einer Ernteaktion mit geselligem Beisammensein kamen am 30.10.21 über 20 Solawi Mitglieder auf unser Gemüsefeld. In einer großen gemeinsamen Anstrengung wurden 3,5 Beete Möhren abgeerntet, gesäubert und eingelagert.

Auch die jüngsten Solawi Mitglieder waren voller Begeisterung dabei:

3 Anhänger a 20 Kisten Möhren konnten wir in unser neues Lager bringen, das entspricht schätzungsweise 600-800 Kg.  Auch Zwiebeln und Knollensellerie wurden bereits ins Lager gebracht.

Nach getaner Arbeit gab es ein geselliges Beisammensein mit leckerem Essen und Federweißem. Das war eine gelungene Aktion, die viel bewirkt und obendrein Spaß gemacht hat. Allen Helfern herzlichen Dank!

Der Winter kann kommen!

Der Winter kann kommen!

Nach langer Suche haben wir jetzt einen Keller für unser  Lagergemüse gefunden. Die Stadt Groß- Umstadt hat uns einen Kellerraum unter dem Saalbau in Richen vermietet. 

Hier werden wir in den nächsten Wochen Kürbisse, Zwiebeln, Möhren, Pastinaken, Rote Beete, Sellerie, Winterkohlrabi, Weiß- u Rotkohl einlagern. Zusammen mit den Kulturen, die auch im Winter auf dem Feld bleiben, also Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Feldsalat und den Wintersalaten, die wir in unserem Foliengewächshaus anbauen, hoffen wir, bis zum Ende des Gartenjahres durchgehend Gemüse zur Verfügung zu haben.   Die Kürbisernete wurde, wie auch im letzten Jahr, wieder teilweise von den Kindern der Städtischen Kita „Haus der Kinder“ eingebracht. Neben Hokkaido und Butternuß bauen wir in diesem Jahr auch Muskat und Spagettikürbisse, sowie den japanischen „Futsu Black“ an. Für Abwechselung ist also gesorgt.

Im Moment werden die letzten frostanfälligen Gemüse geerntet und ausgegeben, danach beginnnt die Ernte für das Lager. Auf Grund des eher kühlen und nassen Sommers sind die einheimischen Gemüsearten in diesem Jahr sehr gut gediehen. Bei den sonnenliebenden Südländern, wie Tomaten, Paprika , Zucchini und Auberginen ist die Ernte leider etwas geringer ausgefallen.  

Weiß- und Rotkohl sehen dafür sehr vielversprechend aus, Spitzkohl und Grünkohl konnten bereits geerntet werden.

Wir bedanken uns bei unseren Gärtnern für ihre tolle Arbeit und freuen uns sehr über diese gute Ernte!

Solawi Groß- Umstadt e.V. wieder mit komplettem Vorstand – nach langer Zeit erstmals wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung

Solawi Groß- Umstadt e.V. wieder mit komplettem Vorstand – nach langer Zeit erstmals wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung

Nach mehr als 18 Monaten konnte die Solawi Groß- Umstadt e.V. am 17.09. im Richer Saalbau wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung abhalten. Ca. 35 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung berichtete der erste Vorsitzenden Christian Meier über den derzeitigen Stand und die Entwicklung in den letzten Monaten. Die Solawi hat zur Zeit 130 Mitglieder und vergibt 65 Ernteanteile. Zum Ende des Gartenjahres wurden 3,5 Ernteanteile gekündigt, es gibt jedoch genügend Interessenten auf der Warteliste. Zur Gemüselagerung für den Winter wird von der Stadt Groß-Umstadt der Keller des Saalbaus angemietet. Die Schlüsselübergabe kann in den nächsten Tagen erfolgen.

Gärtner Bengt Reichhard berichtete, dass sich der Erntebeginn am Anfang des Gartenjahres auf Grund der langen Kälteperiode verzögert habe. Auf Grund des nassen Sommers seien auch die Erntemengen bei Zucchini, Tomaten und Gurken hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Kohl und Wurzelgemüse seien aber sehr gut gewachsen. Der Unkrautdruck sei im dritten Jahr der Bewirtschaftung bereits etwas zurückgegangen, es sei jedoch noch viel Arbeit zu leisten. Beim anschließenden Tagesordnungspunkt „Vorschläge, Ideen, Anregungen“ wurden mehrere Ideen zur Umorganisation der Ernteverteilung eingebracht. Der Vorstand wird darüber in einer seiner nächsten Sitzungen beraten.

Bei den Nachwahlen zum Vorstand, die durch Rücktritt dreier Vorstandsmitglieder zum Ende des letzten Gartenjahres notwendig geworden waren, wurden mit jeweils eigener Enthaltung einstimmig gewählt: Sigrid Wanke zur zweiten Vorsitzenden, Volker Heß zum Kassenwart sowie Anne Lögl und Martin Steiger zu Beisitzern. Somit umfasst der Vorstand nunmehr wieder die laut Satzung vorgesehenen acht Mitglieder, neben den bereits genannten: Klaus Dummel, Michael Dylong und Helga Voltz. Da der Vorstand jeweils für 3 Jahre gewählt wird, steht 2022 eine Neuwahl des gesamten Vorstandes an.

Vor der Mitgliederversammlung der Solawi Groß-Umstadt e.V. gab es die Möglichkeit, sich bei einer Ackerführung über die Anbaumethoden und die verschiedenen Kulturen zu informieren.

Farbe aufs Feld: Unser Gemüse treibt es bunt!

Farbe aufs Feld: Unser Gemüse treibt es bunt!

Nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein Augenschmaus ist gerade unser vielfältiges buntes Gemüse. Gelbe Zucchini, goldgelbe und orangene Tomaten und kugelrunde Zaphito Kürbisse laden zum Staunen und Probieren ein. Die Tomatenernte hat in der letzten Woche begonnen, Zucchini und Gurken ernten wir bereits seit Anfang Juli.

Auch unser Wurzelgemüse überrascht in diesem Jahr mit ungewöhnlichen Farben und Formen:

Die „Gelbe Gochsheimer“ und die violette „KS-MOG-TH-PURP (AS)“ erinnern an die Zeit, bevor die orangefarbene Möhre im 18. Jahrhundert aus den Niederlanden zu uns kam und allmählich die anderen Farbvarianten verdrängte.  In den letzten Jahren wurden die alten Möhrenvarianten wieder entdeckt. Die weiß- rot geringelte Rote Beete „Tonda di chioggia“ überrascht auch geschmacklich. Im rohen Zustand schmeckt sie leicht nach Rettich, während sie gekocht den typischen erdig süßlichen Rote Beete Geschmack entwickelt. Dafür verschwinden die Ringel beim Kochen und die ganze Knolle färbt sich orange bis lachsfarben. Diese alte italienische Sorte hat den großen Vorteil sehr schnellwüchsig zu sein.  Auch hier hat die Ernte bereits Anfang Juli begonnen.

Die lila Buschbohnen „Purple Teepee“ bauen wir jetzt bereits im dritten Jahr an. Sie sind etwas kleiner als ihre grünen Verwandten und deshalb besonders zart und schmackhaft. Beim Kochen verfärben sie sich übrigens grün.

Ein absoluter „Hingucker“ ist auch der bunte Mangold mit seinen weißen, gelben, orangenen, rosa und dunkelroten Stielen.

Die alten, wiederentdeckten Gemüsesorten erhöhen nicht nur die Vielfalt auf unserem Feld und unseren Tellern, sondern überzeugen oft auch durch ihre Anspruchslosigkeit, Robustheit und besondre Geschmackserlebnisse.

Solawi Berater Gerrit Janssen zu Besuch in Groß-Umstadt

Solawi Berater Gerrit Janssen zu Besuch in Groß-Umstadt

Am 08.07.21 hatten wir auf unserem Gemüsefeld einen ganz besonders netten und interessanten Besucher:

Gerrit Jannsen ist für das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ tätig und hat unsere Solawi bereits in der Gründungsphase betreut und beraten. Er ist seit über 20 Jahren Demeter Gärtner und Landwirt und außerdem Sozialtherapeut und Gartenbaulehrer. Auf Grund seiner Fachkenntnisse und seiner positiven, mitreißenden Art sind seine Besuche für uns jedes Mal ein Gewinn. Als Holländer macht er sich immer wieder gerne über unsere „deutsche Jammerkultur“ lustig. Außerdem hat er uns erzählt, dass es im Holländischen keinen Konjunktiv gibt. Also „man hätte, man könnte, man müsste…“ In der holländischen Sprache kann man oder man kann eben nicht- basta!

Gerrit war übrigens seinerseits sehr beeindruckt von den Fortschritten auf unserem Feld und hat unsere Gärtner sehr gelobt. Besonders die Pastinaken haben es ihm angetan. Die sind wohl nicht so einfach anzubauen und stehen bei uns wirklich toll da!

Das dritte Gartenjahr- was hat sich getan?

Das dritte Gartenjahr- was hat sich getan?

Seit März 2021 befinden wir uns im dritten Gartenjahr. Durch die Erweiterung der Anbaufläche im letzten Jahr haben wir noch ordentlich mit unerwünschtem Beiwuchs zu kämpfen, aber man sieht auch bereits deutliche Erfolge. Der Unkrautdruck lässt auf Grund der unermüdlichen Arbeit der Gärtner und der regen Beteiligung der Mitglieder langsam nach. Die Kälteperiode im April hat einigen Freilandkulturen zu schaffen gemacht, so dass die Gemüsemenge zu Beginn des Gartenjahres etwas zu wünschen übrig ließ.  Inzwischen haben wir aber aufgeholt und können jetzt mit den Erträgen sehr zufrieden sein.

Neben dem Gemüseanbau beschäftigt uns auch die Anlage von Blühstreifen als Ausgleichsmaßnahmen für die durch unseren Folientunnel versiegelte Fläche. Der Blüstreifen hinter dem Tunnel wurde in diesem Jahr deutlich verbreitert. Außerdem wird unser Feld jetzt an allen Seiten von schmalen Blühstreifen eingefasst, die nicht nur einen wunderschönen Anblick bieten, sondern auch Anziehungspunkt für viele Insekten sind.

An der hinteren Begrenzung unseres Gemüsefeldes haben wir im Frühjahr eine Totholzhecke angelegt. Auch sie soll Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum bieten. Außerdem hoffen wir dadurch, den Wind etwas bremsen zu können.

Auch unser „Wasserteam“ war fleißig, so dass jatzt alle Beete mit Tropfschläuchen versehen sind und die Bewässerung nach Bedarf erfolgen kann. Die Zeiten der Gießkanne sind endgültig vorbei. Wir haben viel geschafft, allen Helfern herzlichen Dank!