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Kategorie: Allgemein

Der Winter kann kommen!

Der Winter kann kommen!

Nach langer Suche haben wir jetzt einen Keller für unser  Lagergemüse gefunden. Die Stadt Groß- Umstadt hat uns einen Kellerraum unter dem Saalbau in Richen vermietet. 

Hier werden wir in den nächsten Wochen Kürbisse, Zwiebeln, Möhren, Pastinaken, Rote Beete, Sellerie, Winterkohlrabi, Weiß- u Rotkohl einlagern. Zusammen mit den Kulturen, die auch im Winter auf dem Feld bleiben, also Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Feldsalat und den Wintersalaten, die wir in unserem Foliengewächshaus anbauen, hoffen wir, bis zum Ende des Gartenjahres durchgehend Gemüse zur Verfügung zu haben.   Die Kürbisernete wurde, wie auch im letzten Jahr, wieder teilweise von den Kindern der Städtischen Kita „Haus der Kinder“ eingebracht. Neben Hokkaido und Butternuß bauen wir in diesem Jahr auch Muskat und Spagettikürbisse, sowie den japanischen „Futsu Black“ an. Für Abwechselung ist also gesorgt.

Im Moment werden die letzten frostanfälligen Gemüse geerntet und ausgegeben, danach beginnnt die Ernte für das Lager. Auf Grund des eher kühlen und nassen Sommers sind die einheimischen Gemüsearten in diesem Jahr sehr gut gediehen. Bei den sonnenliebenden Südländern, wie Tomaten, Paprika , Zucchini und Auberginen ist die Ernte leider etwas geringer ausgefallen.  

Weiß- und Rotkohl sehen dafür sehr vielversprechend aus, Spitzkohl und Grünkohl konnten bereits geerntet werden.

Wir bedanken uns bei unseren Gärtnern für ihre tolle Arbeit und freuen uns sehr über diese gute Ernte!

Solawi Groß- Umstadt e.V. wieder mit komplettem Vorstand – nach langer Zeit erstmals wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung

Solawi Groß- Umstadt e.V. wieder mit komplettem Vorstand – nach langer Zeit erstmals wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung

Nach mehr als 18 Monaten konnte die Solawi Groß- Umstadt e.V. am 17.09. im Richer Saalbau wieder eine Präsenz-Mitgliederversammlung abhalten. Ca. 35 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung berichtete der erste Vorsitzenden Christian Meier über den derzeitigen Stand und die Entwicklung in den letzten Monaten. Die Solawi hat zur Zeit 130 Mitglieder und vergibt 65 Ernteanteile. Zum Ende des Gartenjahres wurden 3,5 Ernteanteile gekündigt, es gibt jedoch genügend Interessenten auf der Warteliste. Zur Gemüselagerung für den Winter wird von der Stadt Groß-Umstadt der Keller des Saalbaus angemietet. Die Schlüsselübergabe kann in den nächsten Tagen erfolgen.

Gärtner Bengt Reichhard berichtete, dass sich der Erntebeginn am Anfang des Gartenjahres auf Grund der langen Kälteperiode verzögert habe. Auf Grund des nassen Sommers seien auch die Erntemengen bei Zucchini, Tomaten und Gurken hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Kohl und Wurzelgemüse seien aber sehr gut gewachsen. Der Unkrautdruck sei im dritten Jahr der Bewirtschaftung bereits etwas zurückgegangen, es sei jedoch noch viel Arbeit zu leisten. Beim anschließenden Tagesordnungspunkt „Vorschläge, Ideen, Anregungen“ wurden mehrere Ideen zur Umorganisation der Ernteverteilung eingebracht. Der Vorstand wird darüber in einer seiner nächsten Sitzungen beraten.

Bei den Nachwahlen zum Vorstand, die durch Rücktritt dreier Vorstandsmitglieder zum Ende des letzten Gartenjahres notwendig geworden waren, wurden mit jeweils eigener Enthaltung einstimmig gewählt: Sigrid Wanke zur zweiten Vorsitzenden, Volker Heß zum Kassenwart sowie Anne Lögl und Martin Steiger zu Beisitzern. Somit umfasst der Vorstand nunmehr wieder die laut Satzung vorgesehenen acht Mitglieder, neben den bereits genannten: Klaus Dummel, Michael Dylong und Helga Voltz. Da der Vorstand jeweils für 3 Jahre gewählt wird, steht 2022 eine Neuwahl des gesamten Vorstandes an.

Vor der Mitgliederversammlung der Solawi Groß-Umstadt e.V. gab es die Möglichkeit, sich bei einer Ackerführung über die Anbaumethoden und die verschiedenen Kulturen zu informieren.

Farbe aufs Feld: Unser Gemüse treibt es bunt!

Farbe aufs Feld: Unser Gemüse treibt es bunt!

Nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein Augenschmaus ist gerade unser vielfältiges buntes Gemüse. Gelbe Zucchini, goldgelbe und orangene Tomaten und kugelrunde Zaphito Kürbisse laden zum Staunen und Probieren ein. Die Tomatenernte hat in der letzten Woche begonnen, Zucchini und Gurken ernten wir bereits seit Anfang Juli.

Auch unser Wurzelgemüse überrascht in diesem Jahr mit ungewöhnlichen Farben und Formen:

Die „Gelbe Gochsheimer“ und die violette „KS-MOG-TH-PURP (AS)“ erinnern an die Zeit, bevor die orangefarbene Möhre im 18. Jahrhundert aus den Niederlanden zu uns kam und allmählich die anderen Farbvarianten verdrängte.  In den letzten Jahren wurden die alten Möhrenvarianten wieder entdeckt. Die weiß- rot geringelte Rote Beete „Tonda di chioggia“ überrascht auch geschmacklich. Im rohen Zustand schmeckt sie leicht nach Rettich, während sie gekocht den typischen erdig süßlichen Rote Beete Geschmack entwickelt. Dafür verschwinden die Ringel beim Kochen und die ganze Knolle färbt sich orange bis lachsfarben. Diese alte italienische Sorte hat den großen Vorteil sehr schnellwüchsig zu sein.  Auch hier hat die Ernte bereits Anfang Juli begonnen.

Die lila Buschbohnen „Purple Teepee“ bauen wir jetzt bereits im dritten Jahr an. Sie sind etwas kleiner als ihre grünen Verwandten und deshalb besonders zart und schmackhaft. Beim Kochen verfärben sie sich übrigens grün.

Ein absoluter „Hingucker“ ist auch der bunte Mangold mit seinen weißen, gelben, orangenen, rosa und dunkelroten Stielen.

Die alten, wiederentdeckten Gemüsesorten erhöhen nicht nur die Vielfalt auf unserem Feld und unseren Tellern, sondern überzeugen oft auch durch ihre Anspruchslosigkeit, Robustheit und besondre Geschmackserlebnisse.

Solawi Berater Gerrit Janssen zu Besuch in Groß-Umstadt

Solawi Berater Gerrit Janssen zu Besuch in Groß-Umstadt

Am 08.07.21 hatten wir auf unserem Gemüsefeld einen ganz besonders netten und interessanten Besucher:

Gerrit Jannsen ist für das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ tätig und hat unsere Solawi bereits in der Gründungsphase betreut und beraten. Er ist seit über 20 Jahren Demeter Gärtner und Landwirt und außerdem Sozialtherapeut und Gartenbaulehrer. Auf Grund seiner Fachkenntnisse und seiner positiven, mitreißenden Art sind seine Besuche für uns jedes Mal ein Gewinn. Als Holländer macht er sich immer wieder gerne über unsere „deutsche Jammerkultur“ lustig. Außerdem hat er uns erzählt, dass es im Holländischen keinen Konjunktiv gibt. Also „man hätte, man könnte, man müsste…“ In der holländischen Sprache kann man oder man kann eben nicht- basta!

Gerrit war übrigens seinerseits sehr beeindruckt von den Fortschritten auf unserem Feld und hat unsere Gärtner sehr gelobt. Besonders die Pastinaken haben es ihm angetan. Die sind wohl nicht so einfach anzubauen und stehen bei uns wirklich toll da!

Das dritte Gartenjahr- was hat sich getan?

Das dritte Gartenjahr- was hat sich getan?

Seit März 2021 befinden wir uns im dritten Gartenjahr. Durch die Erweiterung der Anbaufläche im letzten Jahr haben wir noch ordentlich mit unerwünschtem Beiwuchs zu kämpfen, aber man sieht auch bereits deutliche Erfolge. Der Unkrautdruck lässt auf Grund der unermüdlichen Arbeit der Gärtner und der regen Beteiligung der Mitglieder langsam nach. Die Kälteperiode im April hat einigen Freilandkulturen zu schaffen gemacht, so dass die Gemüsemenge zu Beginn des Gartenjahres etwas zu wünschen übrig ließ.  Inzwischen haben wir aber aufgeholt und können jetzt mit den Erträgen sehr zufrieden sein.

Neben dem Gemüseanbau beschäftigt uns auch die Anlage von Blühstreifen als Ausgleichsmaßnahmen für die durch unseren Folientunnel versiegelte Fläche. Der Blüstreifen hinter dem Tunnel wurde in diesem Jahr deutlich verbreitert. Außerdem wird unser Feld jetzt an allen Seiten von schmalen Blühstreifen eingefasst, die nicht nur einen wunderschönen Anblick bieten, sondern auch Anziehungspunkt für viele Insekten sind.

An der hinteren Begrenzung unseres Gemüsefeldes haben wir im Frühjahr eine Totholzhecke angelegt. Auch sie soll Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum bieten. Außerdem hoffen wir dadurch, den Wind etwas bremsen zu können.

Auch unser „Wasserteam“ war fleißig, so dass jatzt alle Beete mit Tropfschläuchen versehen sind und die Bewässerung nach Bedarf erfolgen kann. Die Zeiten der Gießkanne sind endgültig vorbei. Wir haben viel geschafft, allen Helfern herzlichen Dank!

 

Mit welcher Anbaumethode arbeitet die Solawi Groß-Umstadt?

Mit welcher Anbaumethode arbeitet die Solawi Groß-Umstadt?

Oft fragen uns Besucher oder Interessenten, nach welchen Kriterien wir unseren Acker eigentlich bewirtschaften. Auf welcher Grundlage entschieden wir, wie der Boden bearbeitet und was wo angebaut wird?
Die Antwort ist: Seit dem letzten Jahr betreiben wir „Biointensiven Gemüseanbau“. Das klingt zunächst widersprüchlich. „Bio“ und „Intensiv“? Normalerweise bringt man ökologische Landwirtschaft mit extensiver Flächennutzung in Verbindung. Andrerseits: Wenn das so wäre, dann hätten ja vielleicht die Bio-Skeptiker recht, die behaupten nur mit ökologischer Landwirtschaft ohne Spritzmittel und Kunstdünger könne man gar nicht genug Erträge erzielen, um alle Menschen zu ernähren. Glücklicherweise ist das nicht so! „Bio“ und „Intensiv“, also hohe Erträge auf kleinen Flächen, schließen sich keineswegs aus und das beweist das Konzept des „Mikrofarming“ oder „Marketgardening“, das wir auch als biointensiven Anbau bezeichnen.
Der biointensive Anbau ist bisher vor allem in Kanada, Japan und den USA bekannt, wo das Konzept seit den 1960er Jahren angewendet und weiterentwickelt wird. In Deutschland gibt es zurzeit mehr 20 solcher Kleinstbetriebe. Plus den unseren.
Im Kern zielt das System darauf ab, mit ökologischen Anbaumethoden auf Flächen von maximal einem Hektar möglichst hohe Erträge zu erzielen. Ein zentraler Baustein dieses Konzepts ist die Aufteilung der Fläche in feste Beete. Pro Anbaujahr und Beet sind bis zu vier Ernten verschiedener Gemüsesorten möglich, die in einer ausgeklügelten Fruchtfolge nacheinander angebaut werden. Vielfalt spielt eine große Rolle in diesem System. Im Schnitt bauen die Betriebe 30 bis 50 verschiedene Gemüsearten an. Die Pflanzabstände sind deutlich enger als im klassischen Freilandanbau. Das sorgt für mehr Ertrag und einen frühzeitigen Reihenschluss, der hilft, Unkraut zu unterdrücken.
Gemüsearten mit nur kurzer Kulturdauer wie z.B. Radieschen oder Kohlrabi werden vor oder nach der jeweiligen Hauptkultur angebaut. Flächen, die gerade gemüsebaulich nicht gebraucht werden (z.B. über Winter oder zwischen zwei Kulturen), werden mit Zwischenfrüchten oder Gründüngung eingesät. Ziel ist, dass der Boden nur so selten und kurz wie möglich ohne Pflanzendecke brach liegt, um Erosion durch Wind und Wasser und Nährstoffauswaschung zu verhindern. Gleichzeitig soll der Boden möglichst dauerhaft vielfältig durchwurzelt sein, damit das Bodenleben ausreichend Nahrung zur Verfügung hat.
Weiterer zentraler Baustein des biointensiven Anbaus ist eine aufwändige Kompostwirtschaft. Der Kompost ist die wichtigste Nährstoffquelle und trägt zum erwünschten Humusaufbau bei. Der Erhalt und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit gelten als Schlüssel für einen erfolgreichen biointensiven Anbau. Der Kompost setzt sich in der Regel aus Ernteresten und Grüngut zusammen.
Bei Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf wird zusätzlich auch Stallmist eingearbeitet. Ziel ist ein möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf ohne Zukauf kommerzieller Düngemittel.
Wir kaufen unseren Kompost zur Zeit noch zu, wollen aber mittelfristig unseren eigenen Kompost herstellen.

Nach der biointensiven Anbaumethode bewirtschaftete Beete auf dem Acker der Solawi Groß-Umstadt

Der größte Teil der Arbeit erfolgt per Hand, insbesondere das Hacken. Um die Erde nicht zu verdichten, dürfen die Beete nicht betreten oder befahren werden. In einigen Betrieben kommen spezielle Kleintraktoren zum Einsatz, deren Spurbreite genau zu den Beetabmessungen passt. So etwas haben wir leider (noch) nicht.
Das hört sich alles relativ einfach an, oder? In der Realität ist es ganz schön kompliziert. Allein die Planung der Fruchtfolgen in den einzelnen Beeten ist aufgrund der vielen Gemüsearten und den kurzen Kulturzeiten sehr aufwändig. Schließlich gilt es, möglichst lange Anbaupausen zwischen Gemüsekulturen gleicher Familien wie Kohl- oder Kürbisgewächsen einzuhalten, um einer Bodenmüdigkeit oder Krankheiten durch zu enge Fruchtfolgen vorzubeugen. Auch die Kompostwirtschaft und Düngung, die Technik der Bodenbearbeitung und die Optimierung der
Pflanzabstände bei den einzelnen Gemüsearten erfordern viel Know-how und Erfahrung und müssen optimal auf die jeweiligen Standortbedingungen abgestimmt sein.
Biointensiver Anbau ist also ein langer Lernprozess und wir stehen gerade am Anfang. Ich denke, das erklärt, warum nicht immer alles glatt läuft und nicht jede Kultur so gelingt, wie wir uns das erhofft haben. Ich denke, wir sollten dabei auch nie vergessen, dass wir als SOLAWI gerade mal im zweiten Aufbau Jahr sind. Im Schnitt rechnet man mit einer Aufbauzeit von ca. 5 Jahren.
Ich weiß nicht, wie es Euch damit geht, aber ich finde es total spannend!
Wenn Ihr mehr über biointensiven Anbau wissen wollt, schaut mal im Internet z.B. auf diese Seite:
https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/pflanze/grundlagen-pflanzenbau/biointensivergemuesebau/
Außerdem stößt man bei der Recherche ziemlich schnell auf den „Gemüsegarten Hoxhohl“. Vivian Glover baut dort seit 2017 bio intensiv Gemüse an und gilt inzwischen in Deutschland als eine
absolute Fachfrau auf diesem Gebiet. Unsere Kerngruppe, Bengt und auch das Wasserteam waren bereits bei ihr zu Besuch, um sich beraten und inspirieren zu lassen. Wenn es Euch interessiert:
http://www.gemuesegarten-hoxhohl.de/index.html

Das „Haus der Kinder“ besuchte uns auf dem Acker

Das „Haus der Kinder“ besuchte uns auf dem Acker

Letzten Dienstag war auf unserem Gemüsefeld ganz schön was los! 13 Kinder aus der Kindertagesstätte „Haus der Kinder“ besuchte unseren Acker im Groß-Umstädter Stadtteil Richen.
Sie haben sich angeschaut, was da alles so wächst. „Am besten haben den Kindern die Hokkaido-Kürbisse gefallen“, berichtet Solawi-Mitglied Sigrid Wanke. Da unser Gärtner Bengt ohnehin gerade bei der Ernte war, konnten sie ihm helfen und die Kürbisse in Kisten legen (siehe Bild).

Wir haben mitgezählt und sind bis 150 gekommen! Das waren allerdings noch längst nicht alle. Als Dank für ihre Hilfe durften die Kinder einen Kürbis mitnehmen und demnächst wird wohl in der Kita mittags Kürbissuppe auf dem Speiseplan stehen. Als Solawi haben wir vor, in Zukunft in regelmäßigen Abständen mit Kindergruppen aufs Feld zu kommen und im Frühjahr evtl. sogar ein kleines Kinderbeet anzulegen.
Die Kinder lernen dabei nicht nur verschiedene Gemüsesorten kennen, sondern können ein breites Spektrum an Wahrnehmungen und Erfahrungen machen. So haben wir heute z.B. an
Zitronenmelisse gerochen und darüber gesprochen, welche unterschiedlichen Farben unser Mangold hat. So wollen wir unserem in der Vereinssatzung niedergelegten Bildungsauftrag nachkommen.

Kitas, Schulen oder andere Einrichtungen, die den Kindern auch ein solches Naturerlebnis vermitteln wollen, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden: info@solawi-gross-umstadt.de

Die Solawi Groß-Umstadt sucht einen zweiten Gärtner!

Die Solawi Groß-Umstadt sucht einen zweiten Gärtner!

Zur Stärkung und eventuellen Erweiterung unseres ökologischen Gemüsebaubetriebes suchen wir zum 1.3.2021 eine/n zweite/n GärtnerIn, möglichst mit Erfahrung im Gemüsebau. Die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Solawi und das Engagement unserer Mitglieder bieten die Grundlage für eine langfristige feste Anstellung. Der Umfang der Arbeitsstunden soll einvernehmlich festgelegt werden. Die Aufgaben umfassen Anbauplanung, Aussaat, Pflanzung, Pflege, Pflanzenschutz, Ernte, Bereitstellung, Einlagerung und Anleitung der Helfer. Eigeninitiative ist erwünscht, hohes Verantwortungsbewusstsein für den Betrieb, die Solidargemeinschaft und umfassende Nachhaltigkeit sind Bedingung.

Unser landschaftlich schön gelegenes Feld hat guten Boden und Erweiterungsoptionen. Neben dem Folientunnel (240 m2) steht unsere Holzhütte mit Stromanschluss, in der die Ernteteile abgeholt werden. Eine Tröpfchenbewässerungsanlage versorgt das Gemüse mit Wasser.

Unser Verein hat derzeit 98 Mitglieder, davon 77 Ernteteiler (auch halbe) und 21 Fördermitglieder, die den Betrieb in Eigeninitiative aufgebaut haben und die Gartenarbeit unterstützen. 26 Interessenten stehen auf der Warteliste. Groß-Umstadt hat mit Stadtteilen 20000 Einwohner, eine hübsche, historische Innenstadt und als „Weininsel“ ein besonderes Flair. Die Entwicklung unserer Solawi werden in der Stadt wohlwollend verfolgt und liegt auch im Interesse der Ökomodellregion Hessen Süd.

Wenn Du Freude daran hast, selbstverantwortlich zusammen mit anderen Partnern zu arbeiten, und Interesse, Anbauverfahren, Bodenfruchtbarkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit gemeinsam weiter zu verbessern, dann freuen wir uns über Deine Bewerbung. Schreibe Sie bitte an info@solawi-gross-umstadt.de

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet. In unserem Folientunnel gedeiht das erste Gemüse dieses Jahres. Um die 25 neuen Ernteteiler zu versorgen, erweiteren wir derzeit unsere Anbaufläche und unsere Umzäunung.

Etwa einen Monat früher als in der letzten Saison – unserem ersten Gartenjahr – hat es vor einer Woche die erste Verteilung von Gemüse an einen Teil unserer Ernteteiler gegeben. Das wollen wir auch in den kommenden Gartenjahren schaffen.

Die Erweiterung unserer Umzäunung

Wir sind uns zudem der besonderen Verantwortung in der Corona-Krise bewusst und wenden Maßnahmen an, um Kontakte auf und um das Feld zu minimieren. Die Gemüseausgabe erfolgt unter strenger Einhaltung der Abstandsregeln. Auch bei Arbeiten auf dem Feld achten wir auf Einhaltung dieser Regeln. Unsere Kommunikation läuft derzeit möglichst digital. Wir sehen eine lokale Gemüseversorgung nicht nur als eine ökologische Alternative, sondern im Zuge der gegenwärtigen Krise als Beitrag zur Versorgung mit Lebensmitteln.

Neues Gemüse im Folientunnel

Darüber hinaus entwickeln wir unseren Betrieb weiter. Neben der Erweiterung der Gemüseproduktion bauen wir unsere Infrastruktur weiter aus. Nachdem wir im letzten Jahr Folientunnel, Zaun, Anzuchhaus und ein Depot aufgebaut haben, steht in diesem Jahr der Aubau der Wasserversorgung im Vordergrund. Wir planen eine ressourcensparende Tröpfchenberieselung unserer Gemüsebeete.

Solawi Groß-Umstadt lässt ihr erstes (erfolgreiches) Jahr ausklingen

Solawi Groß-Umstadt lässt ihr erstes (erfolgreiches) Jahr ausklingen

Wohl dem, der eine Hütte hat. – Bei sternenklarer Nacht, am warmen Feuer, gestärkt mit Punsch und Plätzchen, verabschiedeten die Mitglieder der Solawi das vergangene Gartenjahr.

Mitglieder der Solawi Groß-Umstadt am Lagerfeuer

Besonders aktive Mitglieder erhielten ein kleines Präsent. Auch die Arbeit unseres Gärtners im ersten Anbaujahr wurde noch einmal ausdrücklich gewürdigt.

Bengts Kieskanne

In fröhlich entspannter Atmosphäre gediehen neue Freundschaften und Ideen. Wie jeder weiß, macht die Natur nur eine Pause und im Boden schlummern die Samen dem Frühling entgegen.