Neues vom Acker

Neues vom Acker

Inzwischen sind drei Monate vergangen, dass wir die ersten Schritte und Handgriffe auf dem Solawi-Acker getan haben. Die ersten Früchte sind geerntet. Vor allem Salat, Kohlrabi und Fenchel.

Wie geht es weiter? Während die ersten Kulturen sich dem Ende neigen, pflanzen Bengt und einige unermüdliche Helfer ständig nach, um die Lücken auf dem Acker und in der Gemüsekiste zu schließen. Da wir letztendlich etwas überraschend doch schon dieses Jahr mit dem Anbau beginnen konnten, gab es zu Beginn nur wenig Auswahl. Bald geht es mit Zucchini und Gurken weiter, die Tomaten tragen reich, sind aber noch grün.

Die Ernte wird langsam vielfältiger.

Insgesamt sind z. Z. folgende Gemüse auf dem Acker eingesät oder angepflanzt:

Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Kürbis, Bohnen (grün und auch zum Trocknen), Karotten, Pastinaken, Petersilie, Zuckerschoten, Stangensellerie, Zwiebeln, Lauch, Knollensellerie, Blumenkohl, Brokkoli, Weißkraut, Rotkraut, Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrabi, Fenchel, Mangold, Basilikum und Salat in vielen Variationen.

Bengt jongliert mit freier Ackerfläche, unterschiedlichen Kulturzeiten, Planung für das Wintergemüse und möglichst großer Artenvielfalt.

Der Blühstreifen am Zaun ist eingesät, er enthält auch Gründüngung wie z.B. Buchweizen und schon bald werden die Sonnenblumen über den Zaun nach Richen grüßen.

„Was macht denn das viele Heu hier?“ – oder warum wir mulchen

„Was macht denn das viele Heu hier?“ – oder warum wir mulchen

Der aufmerksame Solawi-Kisten-Abholer wird sicher schon gesehen haben, dass in den letzten Tagen eine dicke Schicht Heu zwischen den Pflanzen verteilt wurde. Gärtner nennen das Bedecken des Bodens mit einer dicken Schicht meist trockener Pflanzenmasse: mulchen.

Mulch auf dem Acker der Solawi-Groß-Umstadt

Wer sich in der freien Natur umsieht, wird niemals freie Bodenflächen finden, es sei denn der Mensch hat eingegriffen oder es besteht bereits starke Erosion. Die Natur lässt freien Boden sofort bewachsen, um ihn zu schützen. Insofern imitiert der Mensch mit dem Mulch natürliche Prozesse.

Der Solawi-Acker hat einen hohen Lehmanteil und einen geringen Humusanteil. Bei starkem Regen haben wir es schon erlebt, dass der Boden danach stark verschlämmt und verdichtet ist, außerdem hat das Wasser nicht genügend Zeit zum Versickern und läuft ungenutzt den Hang hinab.

Mulchen ist im Biogartenbau eine wichtige Methode um mehrere Effekte zu erzielen:

  1. der Boden ist vollständig bedeckt und damit geschützt vor Erosion durch Sonne, Wind und Regen.
  2. der Mulch wird nach und nach von unten durch Bodenlebewesen abgebaut und in wertvollen Humus umgewandelt. Ein Boden mit guter Dauerhumusschicht speichert Wasser, liefert Nährstoffe, hält die Bodenkrume luftig und locker und speichert CO2.
  3. die Feuchtigkeit im Boden kann nicht verdunsten und es muss wesentlich weniger gegossen werden, wenn überhaupt. Diesen positiven Effekt haben wir bei unseren Tomaten im Gewächshaus sofort bemerken können. Sie kommen inzwischen fast alleine klar, obwohl sie keinen Regen abbekommen.
Erste Pflanze gesetzt

Erste Pflanze gesetzt

Auf unserem Acker bei Richen, der vor Jahrzehnten schon einmal ein Gemüseacker war, wächst nun wieder Gemüse. Am Freitag hat unser Gärtner Bengt Reichard die erste Salatpflanze gesetzt.

Bengt beim Pflanzen des ersten Setzlings

Auch sonst geht es voran. Die Infrastruktur nimmt Gestalt an. Ebenfalls am Freitag haben wir die fast 600 qm große und 200 kg schwere Folie über unseren Folientunnel gezogen, was wegen des Windes nicht ganz einfach war. Aber dank zehn Helfern haben wir es hingekriegt. Auch der Zaun und das Gewächshaus machen sichtbare Fortschritte.

Die beiden Baustellen für den Zaun und den Folientunnel

Nun hoffen wir auf gute Witterung und gute Ernte.

 

Eine Solawi nimmt Gestalt an

Eine Solawi nimmt Gestalt an

Nun, da die Sonne wieder häufiger scheint und es in der Natur wieder grüner wird, geht es auch bei uns so richtig los.

Wie die meisten von Euch bereits wissen, haben wir einen Gärtner (Bengt Reichard), ein Feld (bei Richen) und die erforderliche Anzahl an Ernteteilern (37) für dieses Gartenjahr. Für das nächste Jahr streben wir 50+ Ernteteiler an. Eine Warteliste dafür existiert bereits.

Unser Bauwagen, Fundament des Gewächshauses, unser Feld mit lebenden Weiden, Rahmen des Gewächshauses

Mit Unterstützung der Mitglieder und eines benachbarten Bauern hat Bengt in den vergangenen Wochen bereits vieles erreicht:

  • Das Anzuchtgewächshaus wurde bestellt, geliefert & bereits teilweise im Garten aufgebaut. Gestern wurde das Fundament erstellt, damit der Aufbau in der kommenden Woche abgeschlossen werden kann.
  • Ein großer Folientunnel wurde ebenfalls bestellt. Er wird in den nächsten Tagen aufgebaut.
  • Saatgut wurde bestellt und ist bereits eingetroffen.
  • Jungpflanzen wurden ebenfalls bestellt. Alle 14 Tage wird eine Lieferung erwartet – die erste ist schon angekommen.
  • Der Boden des Feldes wurde vom Bauern Krautwurst weiter für uns vorbereitet. Die Größe unseres diesjährigen Abschnitts ist mit Pfosten markiert.
  • Lebende Weiden werden ein Teil unserer Feldbegrenzung. Diese sind auf der Nordseite bereits gesteckt.
Der Gemüsebau beginnt

Der Gemüsebau beginnt

Nach unserer gestrigen Mitgliederversammlung ist es amtlich: Wir starten mit 36 Ernteteilern in die Anbausaison 2019/20. Unser Gärtner Bengt Reichard beginnt mit unserer Unterstützung mit dem Gemüseanbau auf dem Acker in Richen. Die erste Ernte erwarten wir im Mai dieses Jahres.

Wir haben einen Gärtner!

Wir haben einen Gärtner!

Nun geht alles schneller als erwartet – Die Solawi Groß-Umstadt will in dieser Saison mit dem Gemüseanbau beginnen. Die Voraussetzungen dafür sind sehr gut. Wir als Solawi und der Gärtner Bengt Reichard aus Dieburg haben uns für eine Zusammenarbeit entschieden.

Bengt ist 30 Jahre alt und hat in den letzten vier Jahren eine Freie Ausbildung (Demeter) bei zwei Solawis gemacht. Eine Solawi in Chemnitz hat er zusammen mit einem weiteren Gärtner geführt.

Wir haben zusammen mit Bengt eine Kalkulation basierend auf 36 Ernteteilern angefertigt, die wir für realistisch halten. Im Moment sind wir 29 Ernteteiler. Sieben Plätze sind also noch frei. Der Ernteanteil wird ca. 85 Euro kosten. Wer beitreten möchte, kann die Beitrittserklärung an meier@solawi-gross-umstadt.de senden. Genauere Infos über unser Konzept und unsere Kalkulation finden Sie hier.

Unser Acker in Richen

Das Gemüse werden wir auf einem Acker in Richen anbauen. Hier die Lage in Google Maps: https://bit.ly/2SGTxOH

Zukunft

Zukunft

Das Gedicht „Zukunft“ von Marie-Luise Kaschnitz motiviert uns, neue Wege zu gehen, auch wenn eine nachhaltige Zukunft noch in weiter Ferne sein mag.

 

Ein Bild von der Kerngruppe

Ein Bild von der Kerngruppe

Um uns einmal auch optisch vorzustellen, hier ein Bild unserer Kerngruppe, aufgenommen nach dem Infoabend am 7.11.2018 in der Stadthalle Groß-Umstadt

 

V.l.n.R: Kurt Glogner, Lisa Adams, Willi Adams, Helga Voltz, Claudia Junker, Klaus Dummel, Christian Meier

 

Infomaterial zum Start unserer Solawi

Infomaterial zum Start unserer Solawi

Der Start unserer Solawi steht unmittelbar bevor: Am Mittwoch, den 7.11. um 19:30 Uhr treffen wir uns dafür mit allen Interessenten im Clubraum der Stadthalle.

Es wird keinen klassischen „Frontalunterricht“, also keinen Vortrag geben, sodern wir werden Eure Fragen beantworten. Das geschieht auf der Basis unseres Infomaterials, das Ihr mit Hilfe der folgenden Links herunterladen könnt. Auch die Beitrittserklärung findet Ihr hier (Rücksendung bitte bis 15. November):

Satzung_

Solawi_GU

Beitrittserklärung

Arbeitskreise_zum_Mitmachen

Bei der Veranstaltung wird (neben den Kerngruppenmitgliedern) unser Gärtner Reinhold Vollmer und ein Berater des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft anwesend sein.

Diejenigen, die nicht dabei sein können, können sich gerne mit Fragen per E-mail an uns wenden.

Lokales Gemüse ab Mai 2019: Wir suchen Mitglieder

Lokales Gemüse ab Mai 2019: Wir suchen Mitglieder

Wie berichtet, ist es uns in den letzten Monaten gelungen, Acker und Gärtner zu organisieren. Nun suchen wir Ernteteiler, die das lokal angebaute Gemüse konsumieren möchten. Interessierte laden wir zur Infoveranstaltung am Mittwoch, den 7. November 2018 um 19:30 Uhr in den Clubraum der Stadthalle Groß-Umstadt ein.

In der Solidarischen Landwirtschaft tragen private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Das einzelne Lebensmittel hat somit keinen Preis; die Gruppe finanziert stattdessen die Landwirtschaft. So entzieht die Solawi das Lebensmittel dem unbarmherzigen Preisdruck. Durch den direkten Kontakt sollen die Bedürfnisse von Erzeugern und Konsumenten optimal befriedigt und Transparenz hergestellt werden. Wir möchten betonen, dass die Groß-Umstädter Bevölkerung durch unsere Solawi  lokal erzeugtes, ungespritztes Gemüse erhält. Die erste Ernte ist für das Frühjahr 2019 geplant. Dem derzeit in der Gründung befindlichen Verein können Interessierte bei der Veranstaltung im November beitreten.