Die Solawi Groß-Umstadt sucht einen zweiten Gärtner!

Die Solawi Groß-Umstadt sucht einen zweiten Gärtner!

Zur Stärkung und eventuellen Erweiterung unseres ökologischen Gemüsebaubetriebes suchen wir zum 1.3.2021 eine/n zweite/n GärtnerIn, möglichst mit Erfahrung im Gemüsebau. Die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Solawi und das Engagement unserer Mitglieder bieten die Grundlage für eine langfristige feste Anstellung. Der Umfang der Arbeitsstunden soll einvernehmlich festgelegt werden. Die Aufgaben umfassen Anbauplanung, Aussaat, Pflanzung, Pflege, Pflanzenschutz, Ernte, Bereitstellung, Einlagerung und Anleitung der Helfer. Eigeninitiative ist erwünscht, hohes Verantwortungsbewusstsein für den Betrieb, die Solidargemeinschaft und umfassende Nachhaltigkeit sind Bedingung.

Unser landschaftlich schön gelegenes Feld hat guten Boden und Erweiterungsoptionen. Neben dem Folientunnel (240 m2) steht unsere Holzhütte mit Stromanschluss, in der die Ernteteile abgeholt werden. Eine Tröpfchenbewässerungsanlage versorgt das Gemüse mit Wasser.

Unser Verein hat derzeit 98 Mitglieder, davon 77 Ernteteiler (auch halbe) und 21 Fördermitglieder, die den Betrieb in Eigeninitiative aufgebaut haben und die Gartenarbeit unterstützen. 26 Interessenten stehen auf der Warteliste. Groß-Umstadt hat mit Stadtteilen 20000 Einwohner, eine hübsche, historische Innenstadt und als „Weininsel“ ein besonderes Flair. Die Entwicklung unserer Solawi werden in der Stadt wohlwollend verfolgt und liegt auch im Interesse der Ökomodellregion Hessen Süd.

Wenn Du Freude daran hast, selbstverantwortlich zusammen mit anderen Partnern zu arbeiten, und Interesse, Anbauverfahren, Bodenfruchtbarkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit gemeinsam weiter zu verbessern, dann freuen wir uns über Deine Bewerbung. Schreibe Sie bitte an info@solawi-gross-umstadt.de

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet

Wir sind ins neue Gartenjahr gestartet. In unserem Folientunnel gedeiht das erste Gemüse dieses Jahres. Um die 25 neuen Ernteteiler zu versorgen, erweiteren wir derzeit unsere Anbaufläche und unsere Umzäunung.

Etwa einen Monat früher als in der letzten Saison – unserem ersten Gartenjahr – hat es vor einer Woche die erste Verteilung von Gemüse an einen Teil unserer Ernteteiler gegeben. Das wollen wir auch in den kommenden Gartenjahren schaffen.

Die Erweiterung unserer Umzäunung

Wir sind uns zudem der besonderen Verantwortung in der Corona-Krise bewusst und wenden Maßnahmen an, um Kontakte auf und um das Feld zu minimieren. Die Gemüseausgabe erfolgt unter strenger Einhaltung der Abstandsregeln. Auch bei Arbeiten auf dem Feld achten wir auf Einhaltung dieser Regeln. Unsere Kommunikation läuft derzeit möglichst digital. Wir sehen eine lokale Gemüseversorgung nicht nur als eine ökologische Alternative, sondern im Zuge der gegenwärtigen Krise als Beitrag zur Versorgung mit Lebensmitteln.

Neues Gemüse im Folientunnel

Darüber hinaus entwickeln wir unseren Betrieb weiter. Neben der Erweiterung der Gemüseproduktion bauen wir unsere Infrastruktur weiter aus. Nachdem wir im letzten Jahr Folientunnel, Zaun, Anzuchhaus und ein Depot aufgebaut haben, steht in diesem Jahr der Aubau der Wasserversorgung im Vordergrund. Wir planen eine ressourcensparende Tröpfchenberieselung unserer Gemüsebeete.

Solawi Groß-Umstadt lässt ihr erstes (erfolgreiches) Jahr ausklingen

Solawi Groß-Umstadt lässt ihr erstes (erfolgreiches) Jahr ausklingen

Wohl dem, der eine Hütte hat. – Bei sternenklarer Nacht, am warmen Feuer, gestärkt mit Punsch und Plätzchen, verabschiedeten die Mitglieder der Solawi das vergangene Gartenjahr.

Mitglieder der Solawi Groß-Umstadt am Lagerfeuer

Besonders aktive Mitglieder erhielten ein kleines Präsent. Auch die Arbeit unseres Gärtners im ersten Anbaujahr wurde noch einmal ausdrücklich gewürdigt.

Bengts Kieskanne

In fröhlich entspannter Atmosphäre gediehen neue Freundschaften und Ideen. Wie jeder weiß, macht die Natur nur eine Pause und im Boden schlummern die Samen dem Frühling entgegen.

Unsere Solawi gewinnt Klimapreis

Unsere Solawi gewinnt Klimapreis

Die Teilnahme bei der Vereinsaktion des hiesigen Energieversorgers Entega hat sich gelohnt. Die Solidarische Landwirtschaft Groß-Umstadt hat einen der beiden“Klimapreise“ gewonnen. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert. Bei der Aktion konnten sich Vereine aus der Region rund um Darmstadt mit einem Projekt bewerben. Wir werden das Preisgeld für den anstehenden für die Vergrößerung der Ackerfläche und den Aufbau einer zuverlässigen Wasser- und Stromversorgung nutzen. Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem zum Gartenjahr 2020/2021 geplanten Ausbau unserer Solawi von derzeit 37 auf 60 Ernteteiler.

Bei der Vereinsaktion von Entega gab es insgesamt 36.000 Euro zu gewinnen. Preise zwischen 500 und 2000 Euro erhielten die Vereine mit den meisten Klicks ihrer Unterstützer. Der Klimapreis wurde zusätzlich verliehen. Die fast 2300 Klicks für unsere Solawi hatten uns einen zehnten Platz beschert.

Unsere Solawi mit einem Klick unterstützen

Unsere Solawi mit einem Klick unterstützen

Die Solawi Groß-Umstadt möchte sich von derzeit 37 auf 60 Ernteteiler vergrößern. Das bringt Investitionen mit sich: in mehr Ackerfläche, mehr Zaun und mehr Bewässerung. Eine Gelegenheit, Geld dafür zu gewinnen bietet die Vereinsaktion des Energieversorgers Entega.

Jeder kann uns mit ein paar Klicks dabei unterstützen. Es ziehen die fünf Vereine aus unserer Region ins Finale, die am meisten Leute dazu mobilisieren können, mit einem Klick für sich zu stimmen. Abstimmen kann man bis zum 13. November pro Tag einmal, die Stimmen werden aufsummiert.

https://vereinsaktion.entega.de/profile/solawi-gro%c3%9f-umstadt-e-v/

Jeder, der das liest, kann uns unterstützen!

Das neue Depot entsteht

Das neue Depot entsteht

Bislang haben wir unsere Ernte in einem Pavillion ausgegeben, das frühere Zuhause zweier Esel. Im Prozess der Reifung unserer Solawi bauen wir derzeit ein kleines Häuschen neben unserem Folientunnel. Das neue Depot wird größer und stabiler. Wir brauchen es nicht zuletzt deshalb, weil wir in der kommenden Saison von derzeit knapp 40 auf 60 Ernteteiler wachsen möchten. Man kann schon sehen, wie groß es wird. Am Wochenende gießen unsere fleißigen Helfer das Fundament.

 

„Absolut nachahmenswert“

„Absolut nachahmenswert“

Daniela Wagner und Torsten Leveringhaus informieren sich bei Gärtner Bengt Reichard (Mitte) über die Solawi Groß-Umstadt

Letzten Freitag besuchte die Darmstädter Grünenpolitikerin und Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner unsere Solawi im Rahmen ihrer „Sommertour„, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmete. Sie wurde begleitet von Mitarbeitern und dem Hessischen Grünen-Landtagsabgeordneten Torsten Leveringhaus. Auf unserem Acker in Richen traf sie sich mit mehreren Mitgliedern unseres Vereins und unserem Gärtner Bengt Reichard.

Frau Wagner besichtigte zum ersten Mal eine Solawi und zeigte sich sehr interessiert über das Konzept an sich und unsere Herangehensweise im Besonderen. Sie stellte bei einer Führung über das Feld und durch den Folientunnel viele Fragen. Wir reichten Häppchen frisch geernteten Gemüses, u.a. Gurken, Tomaten, Paprika. Offenbar schmeckte es den Besuchern sehr gut, denn der Korb mit dem ökologischen Fingerfood musste nachgefüllt werden.

Zum Abschluss des mehr als einstündigen Besuchs zeigte sich Frau Wagner begeistert über unser Projekt. „Fantastisch“, sagte sie, nach ihrem Eindruck befragt. „Einen besseren Beweis für Biolandbau kann man eigentlich nicht antreten. Das Projekt ist absolut nachahmenswert und ich wüsste ganz viele Ecken in Südhessen, wo man so etwas auch noch machen könnte. Ich bin unendlich dankbar, dass es Leute gibt, die so etwas auf die Beine stellen.“

Christian Meier vom Kernteam der Solawi Groß-Umstadt überreicht Daniela Wagner einen Strauß Sonnenblumen und Umstädter Wein
Wie werde ich Ernteteiler?

Wie werde ich Ernteteiler?

Frisches Gemüse der Solawi Groß.Umstadt (zusammen mit unserem Mitglied Kurt Glogner)

Das Bild macht Ihnen Appetit auf schmackhaftes, frisches, ungespritztes Gemüse von einem Acker in Groß-Umstadt?

Kein Problem! Sie können ganz einfach Ernteteiler werden.

Unser Verein Solawi-Groß-Umstadt e.V. (Satzung) hat ordentliche Mitglieder und Fördermitglieder. Ordentliche Mitglieder sind automatisch Ernteteiler. Davon haben wir im Moment ca. 38. Im nächsten Gartenjahr (ab März 2020) wollen wir 60 Ernteteiler werden. Sie können also noch dabei sein. Dazu senden Sie bitte eine Email an info@solawi-gross-umstadt.de und wir setzen Sie auf die Warteliste.

Sie können jetzt schon beitreten, um auf jeden Fall Fördermitglied zu werden. Den Mitgliedsantrag gibt es hier.

Ernteteiler bezahlen in dieser Saison monatlich 90 Euro für ihren Ernteteil, der etwa für zwei Personen Gemüse liefert. Der Beitrag wird für 2020 neu kalkuliert, wird aber in der gleichen Größenordnung liegen. Der Jahres-Mitgliedsbeitrag (für beide Mitglieder-Kategorien) beträgt 20 Euro.

 

Neues vom Acker

Neues vom Acker

Inzwischen sind drei Monate vergangen, dass wir die ersten Schritte und Handgriffe auf dem Solawi-Acker getan haben. Die ersten Früchte sind geerntet. Vor allem Salat, Kohlrabi und Fenchel.

Wie geht es weiter? Während die ersten Kulturen sich dem Ende neigen, pflanzen Bengt und einige unermüdliche Helfer ständig nach, um die Lücken auf dem Acker und in der Gemüsekiste zu schließen. Da wir letztendlich etwas überraschend doch schon dieses Jahr mit dem Anbau beginnen konnten, gab es zu Beginn nur wenig Auswahl. Bald geht es mit Zucchini und Gurken weiter, die Tomaten tragen reich, sind aber noch grün.

Die Ernte wird langsam vielfältiger.

Insgesamt sind z. Z. folgende Gemüse auf dem Acker eingesät oder angepflanzt:

Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Kürbis, Bohnen (grün und auch zum Trocknen), Karotten, Pastinaken, Petersilie, Zuckerschoten, Stangensellerie, Zwiebeln, Lauch, Knollensellerie, Blumenkohl, Brokkoli, Weißkraut, Rotkraut, Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrabi, Fenchel, Mangold, Basilikum und Salat in vielen Variationen.

Bengt jongliert mit freier Ackerfläche, unterschiedlichen Kulturzeiten, Planung für das Wintergemüse und möglichst großer Artenvielfalt.

Der Blühstreifen am Zaun ist eingesät, er enthält auch Gründüngung wie z.B. Buchweizen und schon bald werden die Sonnenblumen über den Zaun nach Richen grüßen.

„Was macht denn das viele Heu hier?“ – oder warum wir mulchen

„Was macht denn das viele Heu hier?“ – oder warum wir mulchen

Der aufmerksame Solawi-Kisten-Abholer wird sicher schon gesehen haben, dass in den letzten Tagen eine dicke Schicht Heu zwischen den Pflanzen verteilt wurde. Gärtner nennen das Bedecken des Bodens mit einer dicken Schicht meist trockener Pflanzenmasse: mulchen.

Mulch auf dem Acker der Solawi-Groß-Umstadt

Wer sich in der freien Natur umsieht, wird niemals freie Bodenflächen finden, es sei denn der Mensch hat eingegriffen oder es besteht bereits starke Erosion. Die Natur lässt freien Boden sofort bewachsen, um ihn zu schützen. Insofern imitiert der Mensch mit dem Mulch natürliche Prozesse.

Der Solawi-Acker hat einen hohen Lehmanteil und einen geringen Humusanteil. Bei starkem Regen haben wir es schon erlebt, dass der Boden danach stark verschlämmt und verdichtet ist, außerdem hat das Wasser nicht genügend Zeit zum Versickern und läuft ungenutzt den Hang hinab.

Mulchen ist im Biogartenbau eine wichtige Methode um mehrere Effekte zu erzielen:

  1. der Boden ist vollständig bedeckt und damit geschützt vor Erosion durch Sonne, Wind und Regen.
  2. der Mulch wird nach und nach von unten durch Bodenlebewesen abgebaut und in wertvollen Humus umgewandelt. Ein Boden mit guter Dauerhumusschicht speichert Wasser, liefert Nährstoffe, hält die Bodenkrume luftig und locker und speichert CO2.
  3. die Feuchtigkeit im Boden kann nicht verdunsten und es muss wesentlich weniger gegossen werden, wenn überhaupt. Diesen positiven Effekt haben wir bei unseren Tomaten im Gewächshaus sofort bemerken können. Sie kommen inzwischen fast alleine klar, obwohl sie keinen Regen abbekommen.