Häufig gestellte fragen (FAQ)

Was ist ein Ernteanteil?

Ein Ernteanteil soll zwei Nichtvegetarier mit frischem saisonalen Gemüse versorgen. Im Winter gibt es oft Salat aus dem Tunnel, der auch in der kalten Jahreszeit warm genug ist für Wintergemüse. Dazu kommen lagerfähige Gemüsesorten wie Wurzelgemüse, Kohlsorten und Zwiebeln, die wir im Herbst in unserem Lagerkeller mäusesicher eingelagert haben.

 

Im Sommer und vor allem im Herbst gibt es ganz viel Frisches direkt vom Acker. Um die Lagerzeit kurz zu halten, geben wir das Gemüse möglichst schnell aus.

 

Einen Anspruch auf eine bestimmte Gemüsemenge gibt es nicht. Die Menge und der Inhalt eines Ernteteils ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, wie Jahreszeit, Temperatur, Niederschläge, Schädlinge, verfügbare Jungpflanzen, zur Verfügung stehende Arbeitskraft, etc. Der Kostenbeitrag ist also eher als ein Beitrag zur Unterstützung des Gesamtprojektes zu sehen. Im Gegenzug erhält man einen Anteil an den Erträgen des Projektes. Die können mal größer und mal kleiner ausfallen.


Was kostet das?

Der Mitgliedsbeitrag ist unabhängig davon, ob es sich um einen Ernteanteil oder eine Fördermitgliedschaft handelt und liegt bei derzeit 20 Euro jährlich und wird zu Beginn des neuen Gartenjahres im März fällig. 

 

Mit der Übernahme eines Ernteanteils finanziert man die Arbeit des Gärtners, die Pacht und Investitionen in die Infrastruktur. Die genaue Höhe der Kostenbeiträge wird im jährlichen Bieterverfahren festgelegt. Vom Vorstand wird der Finanzbedarf errechnet und ein Durchschnittsbeitrag ermittelt. Der  Durchschnittsbeitrag lag in den letzten Jahren zwischen 70 und 90 €.

 

Die Mitglieder geben sodann ihre Gebote ab, die Höhe der einzelnen Gebote wird nicht veröffentlicht. Hier kommt die solidarische Natur des Vereins zum tragen: Mitglieder mit geringem Einkommen, können weniger als den Durchschnittsbetrag bieten, dafür bezahlen andere auf freiwilliger Basis mehr.

 

Die Mitgliedschaft kann grundsätzlich nur zum Ende des Gartenjahres gekündigt werden, da unsere Planung (materiell und finanziell) über ein ganzes Gartenjahr läuft. Sofern ein Nachrücker zur Verfügung steht, kann ein Wechsel auch im laufenden Gartenjahr stattfinden.


Muss ich mitarbeiten?

Es muss niemand auf dem Feld mitarbeiten,  Mithilfe ist aber erwünscht und entspricht dem Grundgedanken einer als Verein organisierten Solawi. Es besteht auch die Möglichkeit, die Kosten für einen Ernteanteil ganz oder teilweise abzuarbeiten. Hier ist vor allem Mithilfe beim Pflanzen, Unkrautjäten oder Ernten gefragt.

 

Es braucht genügend Mitglieder, die einzelne Aufgaben übernehmen, z.B. mit anderen ein Fest organisieren oder sich in der Technikgruppe um die Bewässerung zu kümmern.


Welches Gemüse gibt es?

Beim Anbauplan können die Mitglieder mitentscheiden. Im Gartenjahr 2021/22 wurden die folgenden Gemüsesorten angebaut:

 

Asiasalat, Blumenkohl, Bohnen, Endivien, Grünkohl, Gurken, Kartoffeln, Knollenfenchel, Kohlrabi, Kräuter, Kürbis, Lauch, Mangold, Möhren, Pastinaken, Postelleinsalat, Radieschen, Rosenkohl, Rote Beete, Ruccola, verschiedene Salate, Schwarzwurzeln, Weißkohl, Tomaten, Zwiebeln.

 

Das Gemüse wird einmal in der Woche im Depot bereitgestellt. In der Regel erfolgt die Gemüseabholung am Freitag zwischen 10 und 20 Uhr. Die wöchentliche Ernte wird zwei Tage vorher per Mail bekanntgegeben.

 

Wer eine einzelnes Gemüsesorte nicht mag oder verträgt, kann seinen Anteil in die Geschenkekiste geben. Dort kann jeder etwas hineinlegen oder herausnehmen. Sie können davon auch etwas an Freunde oder Nachbarn verschenken.

 

In der regelmäßig erscheinenden Ackerpost gibt es Informationen und Zubereitungsideen zu neuen oder unbekannten Gemüsesorten. Außerdem gibt es eine Plattform, auf der die Mitglieder Rezepte austauschen können


Wenn ich mal nicht kann?

In unserer Solawi versuchen wir, möglichst energie- und umweltschonend zu arbeiten. Dazu zählt auch eine Minimierung der Transportwege. Es ist nicht notwendig, dass jedes Mitglied persönlich seinen Ernteteil abholt. Wir streben Abholgemeinschaften an, damit Umweltbelastung und Zeit eingespart werden können. Falls es mal jemand trotzdem nicht im Abholfenster schafft, aufs Feld zu kommen, kann er/sie seinen Ernteteil auch zurückstellen lassen und später holen. Diese Arbeit wird von anderen Mitgliedern ehrenamtlich geleistet.

 

Während der Urlaubszeit kann man seinen Anteil an Freunde oder Verwandte abtreten und damit eine Werbewoche für unsere Solawi machen. Andernfalls kann man sich für die Zeit einer längeren Abwesenheit abmelden. Dann wird weniger geerntet oder das Gemüse auf die anderen Ernteteiler aufgeteilt.


Kontakt

solawi Groß-Umstadt e.V.

Brunnengasse 9

64823 Groß-Umstadt

 

 info(at)solawi-gross-umstadt.de